Ver­ar­bei­tung

So ver­ar­bei­ten sie Epo­xid­harz rich­tig

Um erfolg­reich arbei­ten zu kön­nen, ist das rich­ti­ge Misch­ver­hält­nis ganz beson­ders wich­tig. Sie müs­sen die Kom­po­nen­ten genau mischen. Jede kleins­te Abwei­chung sorgt dafür, dass die Qua­li­tät des Boden­be­lags gemin­dert wird. Es ist auch mög­lich, dass die Mischung dann gar nicht erst aus­här­tet.

Ver­wen­den Sie dazu am bes­ten eine elek­tro­ni­sche Fein­waa­ge. Wenn Sie nur klei­ne Men­gen ver­ar­bei­ten möch­ten, ist eine Waa­ge mit einer Auf­lö­sung von 0,01 g sinn­voll, da sie in der Regel auf 0,05 Gramm genau arbei­ten. Mischen Sie bei­de Kom­po­nen­ten gut durch. Beach­ten Sie, dass es wich­tig ist, alles rest­los mit­ein­an­der zu mischen.

Es dür­fen sich kei­ne unver­misch­ten Res­te an der Wand des Gefä­ßes befin­den. Soll­ten Sie die Bestand­tei­le zügig mit der Hand ver­mi­schen, rei­chen meis­tens zwei Minu­ten aus, wenn Sie nur klei­ne Men­gen ver­wen­den. Bes­se­re Ergeb­nis­se erzie­len Sie bei gro­ßen Men­gen natür­lich mit einem Rühr­quirl.

Es gibt natür­lich Mög­lich­kei­ten, das Mischen der Kom­po­nen­ten so sicher durch­zu­füh­ren, dass Sie qua­si nichts falsch machen kön­nen. Eigent­lich ist die Lösung auch ganz ein­fach. Kau­fen Sie ein Set, das bereits per­fekt im Ver­hält­nis zuein­an­der abge­stimmt ist. Wie schon erwähnt gibt es Sets mit ver­schie­de­nen Kam­mern, in denen sich die fer­ti­gen Kom­po­nen­ten befin­den und Misch­feh­ler unmög­lich machen.

Je nach Anwen­dung ste­hen die­se Sets in ver­schie­de­nen Gebin­de­grö­ßen zum Kauf bereit. So wer­den die bei­den Kom­po­nen­ten ein­fach im rich­ti­gen Ver­hält­nis gelie­fert und durch einen Kunst­stoff­steg getrennt. Sobald Sie die­sen ent­fer­nen, ver­mi­schen Sie die bei­den Bestand­tei­le ein­fach im geschlos­se­nen Beu­tel. Kne­ten Sie die Mas­sen durch, bis sie sich mit­ein­an­der ver­bun­den haben.

Sobald Sie das Mischen been­det haben, ent­lee­ren Sie den Beu­tel, der meis­tens mit einem Aus­gie­ßer und Schraub­ver­schluss aus­ge­stat­tet ist. Sie benö­ti­gen dazu kein Werk­zeug und ver­mei­den außer­dem den Haut­kon­takt mit den bei­den Sub­stan­zen.

Epo­xid­harz kann nicht nur als Boden­be­lag ver­wen­det wer­den, son­dern auch im Boots­bau oder ande­ren Berei­chen. Er eig­net sich als Kle­ber, zum Lami­nie­ren, zum Ver­stär­ken oder zum Ver­sie­geln ver­schie­de­ner Mate­ria­li­en. Auch Holz kann mit ihm ver­sie­gelt wer­den.

  • Die rich­ti­ge Ver­ar­bei­tung von Epo­xid­harz
    Wie bereits mehr­fach erwähnt, muss Epo­xid­harz stets im rich­ti­gen Ver­hält­nis mit dem Här­ter ver­mischt wer­den. Wird zu viel des Här­ters zuge­ge­ben, kann das Harz schnell sprö­de wer­den, falls zu wenig Här­ter genom­men wird, kann kei­ne ange­mes­se­ne Durch­här­tung des Har­zes erfol­gen.

    Die Ver­ar­bei­tungs­zeit, die nach der Zuga­be des Här­ters not­wen­dig ist, ist auch als Topf­zeit bekannt. Sie kann zwi­schen eini­gen Minu­ten oder meh­re­ren Stun­den lie­gen und hängt von der Ein­stel­lung des Har­zes, der Tem­pe­ra­tur und der erfor­der­li­chen Men­ge ab.

    Nach­dem die Topf­zeit abge­lau­fen ist, kön­nen Sie das Epo­xid­harz nicht mehr ver­ar­bei­ten. Ach­ten Sie bei der Ver­ar­bei­tung des Har­zes auch auf den not­wen­di­gen Arbeits­schutz. Die­ser ist wich­tig, um Haut und Augen zu schüt­zen. Das Tra­gen von Schutz­bril­le und Hand­schu­hen ist emp­feh­lens­wert.

  • Kle­ben mit Epo­xid­harz
    Epo­xid­harz ist her­vor­ra­gend als Kle­ber geeig­net und hält sehr gut auf höl­zer­nen Flä­chen. Dazu ist jedoch vor­her eine sehr genaue Vor­be­rei­tung des Unter­grunds wich­tig. Ach­ten Sie auch auf die Saug­fä­hig­keit des Mate­ri­als. Wei­ches Holz benö­tigt unter Umstän­den eine Vor­grun­die­rung.

    Auch die Ver­wen­dung der rich­ti­gen Men­ge beim Kle­ben muss beach­tet wer­den. Es soll­te immer genü­gend Harz auf der bear­bei­te­ten Ober­flä­che ver­blei­ben, denn wenn Sie zu wenig ver­wen­den, klebt das Harz nicht aus­rei­chend.

  • Ver­sie­geln mit Epo­xid­harz
    Das Ver­sie­geln mit Epo­xid­harz kann auf Beton­bö­den erfol­gen, fin­det aber auch vor allem bei Boo­ten regel­mä­ßig Anwen­dung. Ver­sie­ge­lun­gen mit Epo­xid­harz schüt­zen Holz vor Fäu­le. Dazu wird Epo­xid­harz mit Här­ter ver­mischt und Schritt für Schritt in dün­nen Schich­ten auf­ge­tra­gen.

    Arbei­ten Sie, wenn das Harz nass und kleb­rig ist. Sie soll­ten einen Fin­ger­ab­druck hin­ter­las­sen kön­nen, wenn Sie das Harz mit den Hän­den berüh­ren. Sobald das Harz durch­ge­här­tet ist, soll­te die letz­te Schicht ein wenig ange­schlif­fen wer­den, damit Sie die­se in der gewünsch­ten Far­be strei­chen kön­nen.